Pressespiegel 2009


... die Jazztage 2009 im Spiegel der Presse


Sächsische Zeitung vom 13./14. Juni 2009

1.400 Besucher feierten bei Görlitzer Jazztagen des Kulturzuschlag-Vereins

Von Carla Mattern

Vom 26. bis zum 30. Mai finden im kommenden Jahr die Jazztage in Görlitz statt. Das sagte jetzt Friedemann Dreßler, Vorsitzender des Vereins Kulturzuschlag Görlitz. Worauf der musikalische Schwerpunkt bei den 15. Jazztagen liegen soll, werde nach der Sommerpause beraten. Auf jeden Fall soll im nächsten Jahr auch der Pücklerpark Bad Muskau wieder im Programm stehen, darin ist man sich mit der Parkverwaltung schon einig. Auch das Konzept, zum Auftakt in Görlitz an einen „Unerhörten Ort“ einzuladen, werde man beibehalten, sagt Vereins-Schatzmeister Andreas Kumpf. Etwa 1.400 Besucher wurden in diesem Jahr gezählt, etwa 150 allein bei dem Konzert in der ehemaligen Synagoge. Erstmals warben die Organisatoren auch bis nach Leknica (Liegnitz) in Polen mit Plakaten. Um mehr Kontakt zu bekommen, fahren Vereinsmitglieder zum Festival „Haldenjazz“ nach Bogatynia (Reichenau).


Sächsische Zeitung vom 06./07. Juni 2009

Jazzfreunde sind auf Jamsession gespannt

Die 14. Jazztage haben mit großartigen Konzerten begonnen. Weiter geht es am Sonnabendabend mit einem Open Air

Von Ines Eifler

Es tropft durch die Ritzen der Dachfenster der ehemaligen Maschinenbauhalle in der Christoph-Lüders-Straße mitten auf die Bühne. Doch die vier polnischen Musiker und der britische Trompeter Bryan Corbett nehmen es gelassen. Sie spielen an diesem „Unerhörten Ort“ für ein dankbares Publikum. Mit dem Konzert von „Funk de Nite“ am Mittwoch hat der Görlitzer Teil der Jazztage begonnen, die der Verein Kulturzuschlag gerade zum 14. Mal veranstaltet. Der virtuose Trompeter begeistert die Zuhörer wieder und wieder, und die Band mit ihren Soli und Saxofon, E-Gitarre, Bass oder Schlagzeug spielt die ganze Bandbreite von langen Balladen bis hin zu ohrendröhnenden Stücken. „Wir sind selbst begeistert“., sagt Reinhard Schubert von Kulturzuschlag, „die Musiker haben weit mehr geboten, als wir nach Hören ihrer Demo-CD erwartet hatten.“

In der Weinhübler Auferstehungskirche ist am Donnerstagabend das Steffen-Peschel-Trio zu Gast, um ein feines, akustisch perfekt abgestimmtes, abwechslungsreiches Konzert zu geben.

Die 120 Menschen passen ganz genau in den kleinen barocken Raum, die von Steffen Peschel im Jazzstil neu arrangierten Choräle scheinen einzig und allein hierher zu gehören. Manche Lieder kennt das Publikum aus dem Kirchengesangbuch, freut sich über die Variationen und bewundert Mayers melodiöses, knarrendes, schrammelndes, singendes oder gezupftes Geigenspiel. Euphorisch wie am ersten tag applaudiert es auch dem Trio aus Dresden und Reichenbach, das der Percussionist Gaston Endmann als Vierter komplettiert.

Am Sonnabend gibt es Musik aus Polen, Deutschland, der Schweiz und Schweden. Das Sebastian-Lüdtke-Quartett aus Dresden wird das Konzert mit seinen vielschichtigen Jazzstücken eröffnen. Das Tingvall-Trio gehört mit seiner Mischung aus skandinavischem Jazz, kubanischem Rhythmen und Rock'n Roll zu einer neuen Generation des Jazz. „Die drei sind gerade auf dem Weg nach oben“, sagt Schubert über die junge Band. Die Band Grand Mother's Funck ist einer der zehn angesagtesten Bands in der Schweiz. Ihre Energie und Spielfreude versprechen bis Mitternacht Groove und Partystimmung. Der Abend findet sein Ende mit einer Jamsession in der Vierradenmühle. Mit einem Jazzfrühstück im Ratscafé beginnt der Sonntag. „Auf keinen Fall sollte man das Konzert am Sonntagabend in der Synagoge verpassen“, meint Schubert. Der Ort habe es in sich, die polnische Band Eastcom mit ihrem Mix aus Electricjazz und Clubmusik auch.


Sächsische Zeitung vom 18. Mai 2009

Mit Pückler-Wein und Rock-Jazz das Neue Schloss in Bad Muskau erleben

„Jazz im Park“ begeisterte mit Musikern aus Polen und Deutschland im Neuen Schloss Bad Muskau auch in der zweiten Runde.

von Gunnar Schulze

Bei der Veranstaltung „Jazz im Park“ haben im Innenhof des Neuen Schlosses Bad Muskau das Artur Lesicki Trio und das Cécile Verny Quartett für einen jazzig-bluesigen Hörgenuss vor historischer Kulisse gesorgt. Die Musikshow war nach dem Start im vergangenen Jahr der zweite Ausflug in dieses Metier. Das Sonderkonzert bildete zugleich den Auftakt für die 14. Jazztage in Görlitz. Diese finden vom 3.bis zum 7. Juni statt.

Etwa 200 Zuschauer erlebten die zweite Auflage der Veranstaltungsreihe „Jazz im Park“ im Innenhof des Neuen Schlosses Bad Muskau am Sonnabendabend. Die Veranstaltungsreihe, die mit Unterstützung des Görlitzer Vereins „Kulturzuschlag e. V.“ ihre Fortführung fand, konnte zwei interessante Bands für den Abend im Schlossinnenhof verpflichten. Aus Polen spielte das Artur Lesicki-Trio auf, und eroberte schnell die Zuschauerherzen. Als Komponist und Gitarrist war der Wroclawer Musiker bisher bei fast allen polnischen Jazzfestivals. International spielte der Musiker bereits in Japan, in den Niederlanden und Deutschland. Seine Spezialität eine spannende Mischung von Blues, Jazz, Fusion und Rock.

Das zweite Ensemble kam aus dem Freiberger Raum. Leidenschaftlich, ehrlich, echt, charmant und humorvoll - so ließe sich der akustische Hörgenuss beschreiben, welchen das Cécile-Verny-Quartett darbot. Dabei begeistert bereits seit über 20 Jahren die afrikanisch-französische Sängerin und ihre hochkarätige Band mit Klängen aus ihrem eigenständigen Mix aus Jazz, Poesie, afrikanischem Grooves und der interessanten und außergewöhnlichen Stimme von Cecile Verny. Das Quartett ist mit Bassist Bernd Heitzler, Torsten Krill am Schlagzeug und an den Percussions sowie mit Andreas Erchinger an den Tasteninstrumenten bestens besetzt. Und das honorierten auch die Zuhörer in der einzigartigen Kulisse mit Beifall.

Das Sonderkonzert im Neuen Schloss Bad Muskau war zugleich der indirekte Auftakt für die bevorstehenden 14. Jazz-Tage in Görlitz, die vom 3. bis zum 7. Juni mit musikalisch hochkarätiger Kost starten. Dort werden dann insgesamt drei polnische und zwei deutsche Jazzbands ihr Können in der Kulturstadt Görlitz unter Beweis stellen.

„Das war ein tolles Erlebnis, zumal wir die Klänge der Extraklasse natürlich in einem einzigartigen Umfeld erleben konnten“, so Besucherin Maria Besser. Dass die Temperaturen an diesem Abend nicht so recht sommerlich waren, könne sie bei dieser guten Musik verschmerzen. Lob fand sie auch für die Organisation vor Ort. Für das Jazz-Stelldichein hatte der Förderverein des Neuen Schlosses gesorgt - mit Pückler-Wein und -Sekt.


Lausitzer Rundschau vom 18.05.09

Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau lud zum Jazzabend

Bad Muskau . „Wahnsinn, es war einfach überwältigend. Und dabei bin ich nicht einmal Jazz-Fan“ schwärmte Bärbel Stahn aus Weißwasser.

Maracatas
Das Artur Lesicki Trio aus Polen in Aktion.
Foto: André Kurtas

Sie gehörte am Samstagabend zu den Besuchern der Veranstaltung „Jazz im Park“, die im Innenhof des Neuen Schlosses stattfand. Eingeladen dazu hatte auch in diesem Jahr die Stiftung Fürst Pückler. Im Rahmen der 14. Görlitzer Jazztage gaben sich zwei Gruppen die Ehre. Neben dem Artur Lesicki Trio aus Polen bot auch das Cécile Verny Quartett Jazz vom Feinsten. Nach der Premiere im vergangenen Jahr ging dieses Musikevent diesmal trocken über die Bühne. Die Zuschauer waren begeistert von der Qualität, die von den Musikern abgeliefert wurde. „Das ist nicht nur etwas für ausgemachte Jazzfreunde, sondern zieht auch unweigerlich diejenigen in den Bann, die mit Jazz sonst eigentlich nichts am Hut haben“, so die Meinung von Mike Loser.

Leidenschaftlich, ansteckend, unverfälscht, humorvoll - so erlebten die Besucher diesen Musikabend.
Den Anfang machte das Artur Lesicki Trio, das mit perfekter Technik und musikalischer Professionalität zu begeistern wusste. „Da sind Songs, die unter die Haut gehen, da tanzt man innerlich mit“, erzählte Nancy Neubert, die sich wie viele andere ein Glas Wein gönnte, das an einer Bar im Innenhof angeboten wurde. „Ich habe von diesem Jazzabend in der Zeitung gelesen und bereue das Konzert wirklich nicht. So etwas müsste es viel öfter hier in Bad Muskau geben, das ganze Ambiente hier ist für solch eine Veranstaltung ja wie geschaffen“, so Silvana Burkert.

Nach einer kleinen Umbauphase war mit dem Cécile Verny Quartett die zweite Jazzband an der Reihe. Seit nunmehr zwei Jahrzehnten begeistern die afrikanisch-französische Sängerin aus Freiburg und ihre hochkarätige Band mit ihrem rassigen Mix aus Jazz, Poesie und afrikanischen Grooves. „Die Gruppe hat einfach sehr viel Rhythmus und noch mehr Gefühl im Blut“, meinte Susanne Hörig. Ohne Zugabe ließen die Konzertbesucher Sängerin und Musiker nicht von der Bühne.