Pressespiegel 2011 - Jazztage Görlitz

Pressespiegel 2011


... die Jazztage 2011 im Spiegel der Presse


Sächsische Zeitung online vom 24. Mai 2011

Jazz vor dem Altar der Wehrkirche

Jazzmusik vor dem Altar in der Kirche. Kontrabass, Violine und Keyboard statt Orgelklang - lässt sich das überhaupt miteinander in Einklang bringen? Diese Frage stellten sich die Organisatoren des ersten Sonderkonzertes bereits im vergangenen Jahr. Jetzt ist klar, es funktioniert sogar gut.

2010 begannen die Jazztage mit einem Konzert von Vera Love, einer in den USA gefeierten Größe in der Gospel- und Jazzszene, in der Horkaer Wehrkirche. Die Reaktion des Publikums bewies: Diese Mischung zwischen einem alten Sakralbau und mitreißender Musik kommt sehr gut an. Und zwar so gut, dass sich die Macher der nunmehr 16. Jazztage entschlossen, zwei Sonderkonzerte in Horka und in Bad Muskau zu organisieren.

Deren Besucher kamen diesmal in den Genuss der Jazz-Klänge, bevor die Jazztage am 25. Mai beginnen. Über 200 Besucher ließen sich diese Chance nicht entgehen und verfolgten die Darbietungen zweier internationaler Formationen im stimmungsvollen Umfeld des neuen Schlosses im Fürst-Pückler-Park. Am Sonntagabend zog das Steffen Peschel Trio aus Dresden die Zuhörer in Horka in ihren Bann. Pfarrer Ulf Schwäbe versprach in seiner Begrüßung nicht zuviel, als er den Gästen eine „aufregende Mischung aus Chorälen mit beswingter Jazzmusik, dargeboten von drei Vollblutmusikern”, versprach.


Silke Krause am Keyboard, Florian Mayer auf der Violine sowie Steffen Peschel am Kontrabass
zogen am Sonntagabend das zahlreiche Publikum in der Horkaer Wehrkirche in Ihren Bann.

Foto: Rolf Ullmann


Niederschlesischer Kurier vom 28. Mai 2011

Görlitzer Jazztage: Ungewöhnliche Musik an ungewöhnlichem Ort

Der Österreicher Christian Muthspiel überzeugte zum Auftakt der diesjährigen Görlitzer Jazztage im großen Schwuraerichtssaal des Landgerichtes mit experimentellen Klängen. Foto: André Schulze
Der Österreicher Christian Muthspiel überzeugte zum Auftakt der diesjährigen
Görlitzer Jazztage im großen Schwurgerichtssaal des Landgerichtes mit
experimentellen Klängen. Foto: André Schulze

Görlitz. Was Christian Muthspiel seinen teils sehr ungewöhnlichen Instrumenten entlockte, hatten zuvor wohl nur die Wenigsten im voll besetzten großen Schwurgerichtssaal des Görlitzer Landgerichts erlebt. Mittwochabend überzeugte der Österreicher mit experimentellen Klängen im Rahmen eines Ernst-Jandl-Programms - ganz nach dem Zitat aus einem der letzten Gedichte des Poeten: „... die Ohren sehen wie Augen hören, die Augen hören wie Ohren sehen ...”.

Bis zum Sonntag, 29. Mai, halten die Jazztage noch weitere hochkarätige Veranstaltungen bereit. So gibt es am Abschlusstag in der Hirschwinkel-Sporthalle ein Konzert mit der Lucia Martínez Band, zuvor am Samstag ein großes Open Air auf dem Fischmarkt.


alles-lausitz.de vom 30.05.2011

Jazztage - Musik vom Feinsten

Foto: André Schulze

Mit Musik vom Feinsten gingen die 16. Görlitzer Jazztage am Sonntagabend zu Ende.

Dabei war das letzte Konzert in der eigentlich wegen Flutschäden gesperrten Hirschwinkel-Sporthalle noch einmal ein richtiges Highlight. Die "Lucia Martinez Band" sorgte an diesem "unerhörten Ort" für Klänge ganz außergewöhnlicher Art.

Zuvor hatten am Freitag und Samstag die beiden Open Air Konzerte auf dem Fischmarkt das Jazzpublikum zu Beifallsstürmen hingerissen. Glanzpunkte dabei waren die "Les Haferflocken Swingers", Karolina Glazer und ihre Band sowie das "Rüdiger Baldauf Septett" und Vadim Neselovskyi.

Die Veranstalter zogen ob des großen Besucherinteresses und des vielfältigen Programms ein positives Fazit.


Quelle: alles-lausitz.de, Foto: André Schulze


Sächsische Zeitung vom 30. Mai 2011

Görlitzer Jazztage bringen neuen Zuschauerrekord

Görlitz. Die Sonderkonzerte in Bad Muskau und Horka am vorigen Wochenende haben schon den Erfolg der 16. Görlitzer Jazztage angedeutet. Das Konzert im Landgericht war ebenso ein positives Zeichen. „Wir sind immer im Zwang, die Qualität des Vorjahres zu steigern, und das ist uns gelungen", sagte Organisator Friedemann Dreßler.

„Wir sind hoch zufrieden mit dem Besuch. Die genauen Zahlen kennen wir noch nicht, aber im Vergleich zum Vorjahr waren es auf jeden Fall mehr Zuschauer", sagte Christoph Brixner vom Touristbüro „i-vent". 2010 besuchten fast 2 000 Zuschauer die Jazztage.

Die Görlitzer Jazztage 2011 endeten gestern Abend im zweiten „unerhörten Ort", der Turnhalle am Hirschwinkel, mit dem Auftritt der Lucia Martinez Band. (vr)


Sächsische Zeitung vom 30. Mai 2011

Der Fischmarkt wird zum Konzertsaal


Bei den 16. Jazztagen beeindruckte Karolina Glazer aus
Polen mit ihrer Vier-Oktaven-Stimme die Zuhörer.

Die Görlitzer Jazztage begeistern Zuschauer, Musiker und Veranstalter.

Von Vasile Racovitan - SZ.GOERLITZ@DD-V.DE

Der Fischmarkt wurde am Freitag und Sonnabend zum „Jazzmarkt”. Sechs Bands brachten die Zuschauer bei den 16. Görlitzer Jazztagen in Partystimmung.

Zuerst war die jüngste Band, die je bei Görlitzer Jazztagen teilgenommen hat, für die gute Laune zuständig. „Yellow Diamonds” aus Zwickau bewiesen den Zuschauern, dass sie den Sieg bei „Jugend jazzt” verdient haben. Bis spät in die Nacht ließen sich dann Hunderte Jazzfreunde vom Vadim Neselovskyi Quintett und vom Rüdiger Baldauf Septett begeistern - angeführt von jenem Trompeter, der Lena beim Eurovision Song Contest 2010 Sieg unterstützt hatte.

Am Sonnabend wärmten die polnisch-ukrainische Truppe Warszawa Kyiv Express und Karolina Glazer & Band die Atmosphäre auf, ehe die „bunten” Les Haferflocken Swingers den Fischmarkt zum Kochen brachten. Ihr explosives Auftreten und ihr rockig-spontaner Jazz rissen die Zuschauer von den Bänken. Überhaupt waren die Gäste meist positiv überrascht. „Ich bin immer wieder zum Jazzfest gekommen. Jetzt ist es experimenteller, aber ich finde das Ambiente immer sehr gut. Deswegen komme ich auch her”, sagte Uwe Kuropka. Miriam Viertel kam zum Open Air zusammen mit ihren Kindern. „Die Kleinen kennen das schon lange, freuen sich auch drauf. Ich finde, das ist eine ideale Weise, Kindern gute Musik beizubringen.”

Den Musikern gefiel es auch besonders gut, in Görlitz zu spielen. Der gebürtige Ukrainer Vadim Neselovskyi teilte das den Zuschauern mehrmals mit: „Es war einfach fantastisch, weil das Publikum mitgemacht hat. Ich habe sehr viel Spaß gehabt”, erzählte der Pianist, der so begeistert von der Assistenz war, dass er die Görlitzer als Mitglied seiner Truppe bezeichnete. „Zusammen mit dem Publikum war heute ein Sextett auf der Bühne, nicht ein Quintett. Bei so einem tollen Publikum kann man sich einfach nur bedanken”, sagte Neselovskyi.

Friedemann Dreßler, der Vorsitzende des Vereins „Kulturzuschlag”, Organisator der Jazztage, freute sich auch, dass die Veranstaltung wieder erfolgreich war: „Wir sind einmal mehr von einzelnen Bands überrascht worden. Das Ziel, Jazz in großer Vielfalt zu präsentieren, ist gelungen. Die Leute haben Spaß. Wir bauen auf einen guten Stamm an Jazzfreunden, die regelmäßig kommen, und wir gewinnen immer wieder neue Musikfreunde zu. Wir sind Jahr um Jahr in einem zugespitzten Konkurrenzkampf, auch mit anderen Veranstaltungen, und sich da zu behaupten, das ist schon ein schöner Erfolg.”

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Trompeter Rüdiger Baldauf spielte
mit seiner Band am Freitagabend
auf dem Fischmarkt auf.

Die internationale Truppe „Les Haferflocken Swingers” war toll.


Der „Warszawa Kyiv Express” mit
Musikern aus Polen und der Ukraine spielte mit Piotr Karol Sawicki.

Fotos: Nikolai Schmidt